Über Mainz
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Über die Stadt Mainz

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In Kürze:


- Ehemalige Residenz des Kurfürsten
- Seit 1797 unter französischer Besatzung
- Jetzt unter dem Namen Mayence die Hauptstadt des Departements Mont-Tonnerre (Donnersberg)
- Präfekt: Jeanbon St. André

Mainz ist, wie viele Städte innerhalb der deutschen Kleinstaaten, mit kaum mehr als 8 000 Einwohnern keine große Stadt. Diese Zahl wurde in den andauernden Kämpfen um die begehrte Festung links des Rheins in den letzten zehn Jahren noch deutlich dezidiert und füllt sich heute teilweise durch die französischen Besatzer und Händler, die es herzieht.
Denn die Stadt liegt direkt am Rhein und bietet damit gute Möglichkeiten, Waren zu verschiffen. Zudem stellt der Rhein derzeit die Grenze zwischen Frankreich und dem Rest von Europa dar, weswegen die Zitadelle in Mainz vor französischen Soldaten nur so strotzt. Diese wissen allerdings nicht so genau, was sie tun sollen und bereichern daher meistens die Stadt mit ihren blauen Uniformen und ihrem Bedürfnis nach Wein, Weib und Gesang.

Aber nicht nur Soldaten haben die Franzosen mitgebracht, sondern auch das wahre Bürgertum. Denn als die Stadt 1797 eingenommen wurde, schnappten sich die dort ansässigen Adeligen alles, was sie (bzw. ihre Lakaien) tragen konnten und nahmen die Beine in die Hand. Schließlich exportieren die Franzosen nicht nur erfolgreich sonderbare Menschenrechte, sondern auch die demokratischste Art, hingerichtet zu werden: Die Guillotine.
Die meisten Habseligkeiten des Adelsstandes wurden von den Franzosen eingezogen. Das Deutschhaus, ehemalige Residenz des Kurfürsten zu Mainz, dient heute als Verwaltungsgebäude, denn Mainz wurde zu Mayence umgetauft und zur Hauptstadt des Departements Monte-Tonnerre erhoben, ein weiterer Wahn der Franzosen, die das dringende Bedürfnis hatten, alles in Teile zu teilen, auch die Länder, die sie erobert haben.

Heute ist Mainz eine Stadt, die sich zwischen Lethargie und Rebellion bewegt. Das Bürgertum, durch den Schwund des Adels und die vorteilhafte Bürokratie und die Handelsmöglichkeiten mit dem Rest von Frankreich gestärkt, zeichnet sich Großteils durch Opportunismus und Politikverdrossenheit aus. Man ist zufrieden, man ist träge. Die Studenten, die nun keine mehr sind, da die Universität aufgelöst wurde, sind ausgewandert oder unzufrieden, ebenso wie viele Einwohner, die im Krieg ihr Hab und Gut verloren haben. Am verbittertsten sind aber fraglos all jene, die sich Demokratie und Freiheit von den Franzosen versprochen hatten und nun, wie alle anderen auch, mit einem Kaiser Vorlieb nehmen müssen.

Daher gibt es trotz der starken Besatzungsmacht an vielen Stellen in der Stadt Unruhen. Die dicken Mauern, die alles umgeben, können ebenfalls nicht über die Uneinigkeit hinwegtäuschen. Hinzu kommen noch Schmuggler, die den Fluss besser kennen, als jeder ehrbare Kaufmann und keine Lust haben, Steuern zu zahlen.
Und weil Rebellen und Räuber die Wirtschaft stören und Napoléon I. sich keinen Kleinkrieg in einer so unbedeutenden, rheinischen Provinzstadt wie Mayence leisten kann, hat sein Polizeiminister kurzerhand den Geheimdienst damit beauftragt, für Recht und Ordnung zu Sorgen.

Über die Stadt


- Die Stadt liegt am westlichen Ufer des Rheins
- Ihr Pendant ist Kastell, das auf der anderen Seite liegt
- Eine Einreise ist nur mit den entsprechenden Papieren durch die Stadttore möglich (offiziell)
- Die Stadt ist von dicken Festungsmauern umgeben
- Das Deutschhaus liegt im Nordwesten der Stadt
- Die Zitadelle liegt im Südwesten der Stadt
- Eine Brücke verbindet Mainz mit Kastell
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